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Neuzugang aus den Niederlanden für die SpVg Aurich

06.01.2021 10:29

VON WOLF-RÜDIGER SAATHOFF Die 15-jährige Offensivkraft Djenna Teddy Victory de Jong aus den Niederlanden soll die abschlussschwachen Auricherinnen in der B-Juniorinnen-Bundesliga in Schwung bringen. Der weitere Saisonverlauf ist jedoch ungewiss. Ein Abbruch der Saison ist möglich. Aurich. Keine Spiele, kein Mannschaftstraining, der Fußballbetrieb bei den Bundesliga-Mädchen der SpVg Aurich ruht. Nicht ganz. Auf Nachfrage der Ostfriesischen Nachrichten gab Trainer Stefan Wilts von den B-Juniorinnen einen Neuzugang bekannt. Es handelt sich um die 15-jährige Djenna Teddy Victory de Jong. Sie ist niederländische Nationalspielerin und eine Offensivkraft. De Jong wurde bei Feyenoord Rotterdam ausgebildet. Sie spielte bisher ausschließlich in Jungen-Mannschaften. Die junge Niederländerin schlug ein Angebot von Ajax Amsterdam aus. Sie will in den kommenden Jahren Sprachwissenschaften studieren. Deshalb absolviert sie ein Auslandsjahr in Deutschland und fand gute Bedingungen bei der SpVg Aurich vor. Eine Win-win-Situation für beide Seiten. De Jong gehört zum jüngeren Jahrgang in der Mannschaft und wird noch 18 Monate lang einsetzbar sein. Wann sie in der Bundesliga Nord zum Einsatz kommen wird, das weiß auch Wilts nicht. Trainer tendieren zu Abbruch Vor Weihnachten gab es noch eine Videokonferenz mit Vertretern des Deutschen Fußballbundes (DFB). Es wurden einige Varianten für das Fortführen der Saison diskutiert, berichtet Wilts. Noch nichts Konkretes, denn vor März/April werde der Ball auf dem Rasen wohl nicht rollen, gibt der Auricher Trainer zu bedenken. Ginge es nach ihm und einigen Mitstreitern aus der Liga, dann soll die Saison ohne Absteiger und Meister abgebrochen werden. Alles auf null stellen und einen Neustart mit den gleichen Mannschaften im Sommer wagen. Ein Vorschlag, der den Vereinen Planungssicherheit gibt, betont Wilts. Auricher suchen weiter nach Verstärkungen Die Auricher halten schon Ausschau nach Spielerinnen für die kommende Saison. Auf der Liste stehen einige Talente, die zum Auricher Ellernfeld kommen wollen. Gegenwärtig sind den Auricher Verantwortlichen die Hände gebunden. Dazu sagt Wilts: „Es macht keinen Sinn, die jungen Spielerinnen mit ihren Eltern nach Aurich einzuladen. Zum Kennenlernen und Vorspielen. Das ist zurzeit nicht möglich. Die Plätze sind gesperrt und es gibt Kontaktbeschränkungen wegen der Coronapandemie. Auch hier heißt es abwarten.“ Langeweile kommt aber bei den Spielerinnen im aktuellen Bundesligakader nicht auf. Trotz der Ungewissheit, ob und wann die Saison fortgesetzt wird, werden sie wöchentlich mit individuellen Trainingsplänen von Wilts versorgt. Jede Spielerin bekommt auf ihre Defizite abgestimmte Übungseinheiten. Dabei geht es um Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit. Täglich stehen dafür ein bis zwei Stunden auf dem Plan. Dazu gesellen sich wöchentlich drei Videokonferenzen, damit sich Spielerinnen und Trainer nicht aus den Augen verlieren. 13 der 19 Spielerinnen kommen von außerhalb. Normalerweise sind sie in betreuten Wohngemeinschaften mit jeweils drei Spielerinnen in Sportplatznähe untergebracht. Seit Beginn der Weihnachtsferien halten sich die Mädchen bei ihren Familien auf. Sie sind zwischen Kiel und München verteilt. Videokonferenz mit den Spielerinnen In den Videokonferenzen werden persönliche Dinge ausgetauscht und Trainingsinhalte besprochen. Für jede Konferenz gibt es ein Topthema, sagt Wilts. Dazu werden Aufgaben besprochen und Videoclips geschaut. Viel Aufwand und reichlich Input, der aber von den Spielerinnen positiv aufgenommen wird, meint der Auricher Trainer. Ob diese Arbeit Früchte tragen wird, ist ungewiss. Sollte es aber mit der Punktspielserie weitergehen, dann sind die Auricherinnen vorbereitet. Nach sechs Spielen rangiert die SpVg Aurich mit vier Zählern auf Rang neun. Die SpVg verlor zuvor viermal in Folge und schoss dabei kein Tor. Das kann sich zukünftig ändern, wenn der niederländische Neuzugang zum Zuge kommen wird.

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